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 Statement der Bürgerinitiative 16909 N.e.V. zum HYPERSCALE DaTA CENTER- Projekts 

Die Bürgerinitiative 16909 n.e.V. antwortet mit eigenem Statement zum Artikel erschienen  am 26.04.26  geschrieben vom Nordkurier. 

Bereits während der Pressekonferenz in der Kirche am 20.04.26 wurde deutlich, welche Strategie die Agentur SerbanDC.com verfolgt, um ihren bislang unbekannten Auftraggeber zufriedenzustellen. Auf direkte Nachfrage, wer Eigentümer oder Betreiber des geplanten Rechenzentrums ist, wurde sowohl von der Agentur selbst als auch vom Nordkurier lediglich mitgeteilt, dass diese Information nicht veröffentlicht werden könne. 

Die Geschäftsführer der SERBAN DC GmbH sind Bedrettin Altay und Serdal Güzel. Beide leiten zudem die NOYA Group Holding GmbH und sind maßgeblich in internationale Rechenzentrumsprojekte involviert, wie beispielsweise den umstrittenen Großprojekt-Standort nahe Wittstock Freyenstein und Eldetal.

Aus Sicht der Öffentlichkeit besteht ein berechtigtes Interesse daran, vollständige Transparenz über ein derart groß dimensioniertes Bauprojekt zu erhalten. 

Laut eigener Darstellung bietet SerbanDC.com die vollständige Abwicklung großer Bauprojekte für vermögende Privatpersonen und Investoren an und unterhält Standorte in München, London und Istanbul. 

Der etwa zweistündige Vortrag eines Managers der Agentur war geprägt von professionell wirkenden Visualisierungen und Präsentationen. Trotz der ansprechenden Darstellung ergeben sich aus Sicht der Bewohner erhebliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Natur, Umwelt und Lebensqualität. Insbesondere sehen wir Risiken für geschützte Lebensräume, Brutgebiete von Vögeln, Wildtiere sowie für Grund- und Trinkwasserressourcen. 

Auf die Frage nach Maßnahmen zur Reduzierung der zu erwartenden Lärmbelastung von etwa 80–90 Dezibel wurde spontan eine vermeintliche Lösung präsentiert, die offensichtlich nicht Teil der ursprünglichen Planung war. Dabei wurde der Vergleich mit einer Schutzwand gezogen, ähnlich der bekannten Grenzanlage zwischen den USA und Mexiko unter Donald Trump. Für die anwesenden Bürgerinnen und Bürger entstand der Eindruck, dass eine solche Maßnahme weder konkret geplant noch technisch geeignet wäre, die Lärmbelastung wirksam zu reduzieren. 

Vor diesem Hintergrund fordert die Bürgerinitiative 16909, das Genehmigungsverfahren sorgfältig zu prüfen und bis zur vollständigen Klärung aller offenen Fragen auszusetzen. 

Unklare Genehmigungslage 

Nach aktuellem Kenntnisstand wurden weder die Öffentlichkeit noch die Gemeinden Neu Cölln, Freyenstein, Wittstock, Elbetal sowie viele umliegende Dörfer im Umkreis von 30 km nicht ausreichend darüber informiert, ob und wann ein Genehmigungsantrag gestellt wurde. Ebenso fehlen transparente Informationen zum aktuellen Verfahrensstand und zu möglichen Entscheidungszeitpunkten. 

Zweifel an Argumentation und Vorgehensweise 

Die Aussage, das Projekt könnte möglicherweise an fehlender Netzkapazität scheitern, wird von unserer Bürgerinitiative 16909 und vielen betroffenen Bürgern im Umkreis als Verzögerungstaktik bewertet. Gleichzeitig bestehen Hinweise darauf, dass Energieversorgungslösungen, etwa durch Windkraft der anliegenden Windmühlen die bereits fest eingeplant sind um das Bauprojekt legal und ökologisch sinnvoll wirken zu lassen. Hier scheint eine  Bauplan dadurch genehmigt zu bekommen. Politik, anonymer Besitzer sowie die Agentur und Baufirma Sercan DC einen entscheiden Punkt vergessen und zwar demokratisch die Öffentlichkeit rechtzeitig mit einzubeziehen. 

Auch die Darstellung, die Bevölkerung sei technisch rückständig oder lehne Fortschritt grundsätzlich ab, wird entschieden zurückgewiesen. Die Bürgerinnen und Bürger stehen laut Umfragen, technischen Entwicklungen offen gegenüber – jedoch nicht auf Kosten von Gesundheit, geschützten Umwelt und Lebensqualität. 

Energie- und Wasserverbrauch 

Große Rechenzentren sind bekannt für ihren enormen Ressourcenbedarf: 

● Stromverbrauch: etwa 500 MW pro Großanlage 

● Wasserverbrauch: rund 6,8 Milliarden Liter jährlich pro Anlage 

Diese Dimensionen entsprechen dem Bedarf ganzer Städte und werfen erhebliche Fragen hinsichtlich der regionalen Versorgungssicherheit auf. 

Typischer Stromverbrauch eines großen Rechenzentrums ist ca 500 MW 

Zum Vergleich: 1 MW versorgt etwa 1000 Haushalte. 500 x 1000 = 500.000,00 MW 

Typischer Wasserverbrauch eines einzelnen sehr großen Rechenzentrums ist ca. 6,8 Milliarden Liter. 

Zum Vergleich: Das entspricht dem Wasserverbrauch einer Kleinstadt mit 50.000 

 

Es ist zu erwarten: 

Strom und Wasserpreise verdreifachen sich für die umliegenden Bewohner in 16909 

Arbeitsplätze – Erwartung vs. Realität 

Internationale Beispiele zeigen, dass die versprochenen Arbeitsplätze häufig nicht in dem angekündigten Umfang entstehen: 

● Amazon Web Services: meist 50 dauerhafte Jobs pro Standort 

● Meta Platforms (Prineville): ca. 30-100 Arbeitsplätze 

● Microsoft (Niederlande): geringe Beschäftigung im Verhältnis zur Investition 

● Google (Hanau, geplant): ebenfalls begrenzter Job-Effekt 

● Apple (Irland): Projekt nach Protesten gestoppt 

 

Typischerweise entstehen viele Arbeitsplätze nur während der Bauphase, während der spätere Betrieb stark automatisiert ist. 

Hier sind einige bekannte Beispiele, bei denen große Rechenzentrums Projekte viele Arbeitsplätze versprochen haben – sich später aber herausstellte, dass der tatsächliche Beschäftigungseffekt deutlich geringer war: 

Amazon Web Services (AWS) – verschiedene Standorte (USA & Europa) 

● Versprechen: Tausende Jobs durch neue Cloud-Rechenzentren 

● Realität:

○ Während der Bauphase entstehen viele temporäre Jobs 

○ Im Betrieb oft nur 50 dauerhafte Stellen pro Standort die NICHT an regionale Mitarbeiter in der Region vergeben werden 

● Kritik:

○ Hohe Automatisierung 

○ Steuervergünstigungen im Verhältnis zu Jobs sehr umstritten 

Facebook (Meta) – Prineville, Oregon 

● Versprechen: Wirtschaftlicher Aufschwung + viele Arbeitsplätze 

● Realität:

○ Nur etwa 30 feste Jobs ie NICHT an regionale Mitarbeiter in der Region vergeben werden 

○ Sehr einseitig kapitalintensiv für den Betreiber, sehr personenalarm

Microsoft – Rechenzentren in den Niederlanden 

Versprechen: Digitale Arbeitsplätze und Wachstum 

● Realität:

○ Sehr wenige dauerhafte Jobs im Vergleich zur Größe. Jobs d ie NICHT an regionale Mitarbeiter in der Region vergeben werden 

 

● Kritik:

○ Extrem hoher Strom- und Wasserverbrauch 

○ Politische Debatten über Nutzen vs. Belastung 

Google – geplantes Rechenzentrum in Hanau 

Versprechen: Regionale Entwicklung, neue Jobs 

● Realität :

○ Typischerweise nur einige Dutzend bis wenige hundert Jobs 

Apple – geplantes Rechenzentrum in Athenry (Irland) 

Versprechen: Lokale Jobs und Investitionen 

● Realität: ○ Projekt wurde nach Protesten gestoppt 

○ Kritik u. a. Wegen: begrenzter Jobwirkung und immense Umweltbedenken 

Gesundheitliche Bedenken 

Die Mehrzahl der Anwohner sieht erhebliche Risiken durch: 

● Krebsgefahr durch massen an Feinstaub

● dauerhafte Lärmbelastung (80–90 dB) 

● gesundheitliche Folgen wie Stress 

● Kopfschmerzen 

● Hoher Blutdruck 

● Tinitus 

● ⁠Ohrensausen 

Gesundheitliche Risiken durch Feinstaub

Die Bürgerinitiative sieht erhebliche offene Fragen hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Auswirkungen durch Feinstaub und technische Emissionen im Umfeld eines Großrechenzentrums.

Insbesondere bestehen Sorgen über:

mögliche Belastungen der Luftqualität für Anwohnerinnen und Anwohner

potenzielle Auswirkungen auf Atemwege und Lunge

erhöhte Risiken für empfindliche Gruppen wie Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen

mögliche gesundheitliche Folgen für Haustiere und Wildtiere

Aus Sicht der Bürgerinitiative müssen mögliche Zusammenhänge zwischen technischen Anlagen, zusätzlichem Verkehrsaufkommen, Notstromaggregaten und Feinstaubemissionen unabhängig untersucht werden.

Die Bürgerinitiative 16909 behält sich daher vor ein eignes unabhaengiges wissenschaftlich fundierte Einschätzung und Gutachten einzuhoholen zu:

Feinstaub- und Schadstoffbelastung

Auswirkungen auf Luft- und Wasserqualität

● Wasserverschmutzung in Form von braunem Wasser im häuslichen Wasserhahn und in der Badewanne

möglichen gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung

langfristigen Folgen für Umwelt und Tierwelt

Wirtschaftliche Bedenken 

● Vollkommener Rückgang des Tourismus 

● Stark sinkender Immobilienwert durch die enorme Lärm- und Gesundheitsbelastung 

● Umliegende Besitzer sind gefesselt und können ihre Immobilie nie mehr verkaufen. 

● Kompletter Wertverlust von Immobilien 

● Weitere finanzielle Schwächung der finanziell armen Region und langfristige strukturelle Schäden die daraus ein Industriegebiet machen 

● Weniger Arbeitsplätze in der Landwirtschaft 

● Weniger Arbeitsplätze in anderen Berufen durch die Vertreibung von Bewohnern 

Naturschutzgesetz gebrochen 

Hier ist die Liste der "streng geschützten Tierarten" nach dem Bundesnaturschutzgesetz, der FFH-Richtlinie und dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES). 

Zu den in der Prignitz vorkommenden bzw. typischen geschützten Tierarten gehören unter anderem:

Wolf

Fischotter

Elbebiber

Kranich

Eisvogel

Rohrdommel

Bekassine

● Kiebitz

● Rotbauchunke

● Moorfrosch

● zahlreiche Fledermausarten wie Mopsfledermaus oder Großes Mausohr. 

Die Prignitz besitzt zusätzlich mehrere Schutzgebiete und EU-Vogelschutzgebiete, etwa entlang der Stepenitz, Karthane und Elbe. Dort gelten besondere Regeln gegen Störung, Fang oder Tötung geschützter Arten.

 

Wichtig:

● Besonders geschützte Arten dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

● Streng geschützte Arten genießen zusätzlichen Schutz, etwa gegen Störung ihrer Brut- und Ruheplätze. 

(Eine vollständige amtliche Artenliste für Brandenburg führt das Landesamt für Umwelt Brandenburg.)

Zudem wird kritisiert, dass die Planung des Projekts auf eine sehr lange Zeit unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgte. 

Strukturelle Fehlentwicklung statt nachhaltiger Regionalpolitik 

Die Gemeinde Freyenstein weist den Vorwurf entschieden zurück, sie lehne technologischen Fortschritt ab. 

Im Gegenteil: Neu Cölln, Freyenstein und Wittstock benötigen dringend: 

● moderne Bildungsangebote (inkl. bilingualer Einrichtungen) 

● gezielte Ansiedlung internationaler Fachkräfte 

● nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung 

 

Ein hochautomatisiertes Großrechenzentrum erfüllt diese Anforderungen nach Einschätzung der Bürgerinitiative nicht. 

Zukunftsperspektive der Region 

Die Bürgerinitiative 16909 spricht sich ausdrücklich für eine positive Entwicklung der Region aus. Dazu zählen unter anderem: 

● Förderung durch Umrüstung von Apple Macintosh Produkten im öffentlichen 

● Dienst und Schulen 

● internationale Öffnung, z. B. durch streng bilinguale Bildungsangebote an Kitas und Schulen von Muttersprachlern 

● gezielte Ansiedlung internationaler Fachkräfte 

● Immense wirtschaftliche Verbesserung durch den Kauf von Immobilien von Internationalen Neuzuzügen, Familien und Unternehmen 

Ein Großprojekt wie vom Bürgermeister ( CDU ) und der Agentur SerbanDC.com vorgeschlagen wurde, wird nicht als geeigneter Weg angesehen, diese Ziele zu erreichen. 

Wir fordern: ​

● vollständige Transparenz über Eigentümer, Planung und Genehmigungsstand 

● eine unabhängige Prüfung der ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen 

● echte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 

Das Vertrauen in die aktuelle Projektkommunikation ist erheblich erschüttert. 

 Laut Statistik sehen eine Ueberzahl der Bewohner  in Freyenstein und Umgebung in dem Vorhaben, ein erhebliches Risiko für Umwelt, Gesundheit und die wirtschaftliche Zukunft der Region. 

Die Bürgerinitiative beantragt:

1. Aussetzung des Genehmigungsverfahrens 

2. vollständige Offenlegung aller Projektunterlagen 

3. Die eigene Kontrolle über die Durchführung unabhängiger Gutachten, insbesondere zu:

○ Umweltverträglichkeit

○ Wasser- und Energiebedarf

○ Lärmemissionen

4. Ordnungsgemäße Beteiligung der Öffentlichkeit 

Bis zur vollständigen Klärung wird das Vorhaben in der vorliegenden Form abgelehnt. 

Geschrieben in der KW 18 2026, am 28.04.26 von Sally Schmidt 

©, "Copyright,"Verfasst und Geschrieben von Sally Schmidt, Vorstand der Bürgerinitiative 16909 n.e.V.

KONTAKT: info@stopptdasrechenzentrum.eu

Ethikrichtlinie von Greenpeace e.V. und der Bürgerinitiative

1. Nutzungsbeschränkung von Cloud-Dienstleistungen: Klare Grenzen für riskante Geschäftsmodelle

Wir fordern, dass Cloud-Infrastruktur nicht länger für Geschäftsmodelle und Anwendungen bereitgestellt wird, die Klima, Umwelt und Menschenrechte massiv schädigen. Dazu zählen fossile Expansionsprojekte, Entwaldung und Unternehmen mit schweren Umweltverstößen ebenso wie Formen von Zwangsarbeit oder systematischer Diskriminierung. Gleichzeitig setzen wir klare Grenzen für den Einsatz von Technologie – etwa bei autonomen Waffensystemen, repressiver Überwachung oder manipulativen KI-Anwendungen. Digitale Infrastruktur darf kein Motor für gesellschaftlichen Schaden sein.

2. Faire, ökologische Lieferketten & Transparenz: Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfung

Wir fordern einen grundlegenden Umbau der digitalen Infrastruktur: Rechenzentren müssen konsequent mit erneuerbaren Energien betrieben werden, Wasserverbrauch reduziert und Abwärme genutzt werden. Unternehmen müssen ihre Umweltkennzahlen offenlegen und die tatsächlichen Auswirkungen ihrer Dienste sichtbar machen. Gleichzeitig gilt diese Verantwortung für die gesamte Lieferkette – vom Rohstoffabbau über die Hardware-Produktion bis hin zur digitalen Plattformarbeit. Fortschritt darf nicht länger auf versteckter Ausbeutung beruhen.

3. Politische Integrität & Transparenz über Lobbyismus: Wie Unternehmen mit ihrem Einfluss umgehen sollen

Wir fordern vollständige Transparenz über Lobbyarbeit, Netzwerke und finanzielle Einflussnahme. Unternehmen müssen offenlegen, wie sie auf politische Entscheidungen einwirken und mit wem sie im Austausch stehen. Gleichzeitig erwarten wir, dass sie Klima- und Digitalregulierung nicht aktiv untergraben. Wer globale Infrastruktur betreibt, trägt auch Verantwortung für die Integrität demokratischer Prozesse.

4. Compliance & Durchsetzung der Richtlinie: Wie die Regeln wirksam werden sollen

Wir fordern klare und überprüfbare Mechanismen zur Umsetzung dieser Richtlinie. Unternehmen dürfen keine Geschäftsbeziehungen mit Akteur:innen eingehen, die gegen diese Standards verstoßen. Beschäftigte müssen das Recht haben, unethische Projekte abzulehnen. Zudem braucht es verpflichtende Prüfungen von Risiken für Grundrechte und einen unabhängigen Ethikrat, der kritische Fälle bewertet. Nur so wird aus einer Selbstverpflichtung echte Verantwortung.

https://www.greenpeace.de/publikationen/Ethik_Richtlinie_kritische_digitale_Infrastruktur.pdf

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https://www.greenpeace.de/publikationen/Ethik_Richtlinie_kritische_digitale_Infrastruktur.pdf

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KONTAKT: info@stopptdasrechenzentrum.eu

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"Grafik ist ein 1:1  BEISPIEL"  laut Serban DC "Entwickler und Baufirma" sowie Presseangaben sollen
20 Rechenzentren gebaut werden."

 

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